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Kuhnert GmbH
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Rothenkirchen

Drechslerei Kuhnert GmbH
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Januar - März | Oktober
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April - September
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Mo-Fr: 9.00 - 19.00 Uhr
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28.12. - 30.12: 9:00 - 19:00 Uhr
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Rothenkirchen

 

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Haus Zwota

NEFF Krippen

Enstehung, Entwicklung und Verbreitung der Krippe

Über das Datum der Entstehung der Krippe wissen wir so gut wie gar nichts. Wie bei fast allem, was aus dem Volke stammt, hat sich auch die Krippe aus verschiedenen Wurzeln entwickelt. Da sind einmal die Mosaiken und Malereien auf italienischem Gebiet, die sich bereits ab dem 2. Jahrhundert des Themas der Geburt Christi angenommen haben. Dieses Thema wurde von anderen Ländern des Mittelmeerraumes aufgegriffen, wobei es aber zunächst bei zweidimensionalen Darstellungen blieb. Sehr viel später erst nahm sich die Plastik des Themas an und stellte die Geburtsgruppe in Reliefform mit meist sehr großen Figuren dar. Aus dieser entwickelte sich nach und nach die heutige Form der Krippe mit beweglichen, das heißt, verschiebbaren Figuren.

Bis ins 16. Jahrhundert hinein haben wir keine Kunde über das Auftreten von Hauskrippen. Und auch dann setzt sie erst zögernd ein. Hauskrippen waren zunächst ein Vorrecht des Adels. Erst im 17. Jahrhundert wurden sie volkstümlich. Der große Durchbruch erfolgte aber einerseits nach den kirchenfeindlichen Erlässen Kaiser Josephs II., also nach 1785, Erlässen, die das Aufstellen von Krippen in Kirchen und Klöstern gänzlich untersagten. Zu dieser Zeit aber hatte sich das Volk bereits an den frommen Brauch der Krippendarstellungen gewöhnt, dass es nicht mehr darauf verzichten wollte. Man entfernte die Krippen zwar aus der Kirche, stellte sie aber in einem benachbarten Haus oder Hof wieder auf, was von den Obrigkeiten sowohl Frankreichs als auch des Habsburgerreiches nicht im mindesten vorhergesehen war.

Bald erwiesen sich die Figuren der Kirchenkrippen als zu groß für die Bauern- und Bürgerhaushalte. Außerdem kam der Wunsch auf, statt der wenigen lieber mehr Figuren einzusetzen, um so eine möglichst ausführliche Darstellung der Geburt Christi zu erzielen, die nicht nur die heilige Familie umfassen sollte, sondern daneben auch das Feld der Hirten und den Aufzug der drei Weisen aus dem Morgenland. In den Ländern mit großem Wald- und Holzvorrat, wo die Holzschnitzerei beheimatet war, begann man, wesentlich kleinere Krippenfiguren aus Holz zu schnitzen und diese farbig zu fassen. Was die Figuren umgebende Landschaft und die darin vorhandenen Architekturstücke angelangt, so setzte ebenfalls am Ende des 18. Jahrhunderts mit der Popularisierung der Krippe eine stürmische Weiterentwicklung ein. Hatte man ursprünglich das Geschehen in eine Landschaft gesetzt, weil man sie in Bethlehem vermutete, so verspürten Jahrzehnte später viele Krippenbauer verstärkt den Wunsch, das biblische Ereignis in der Tracht ihrer jeweiligen Heimat zu zeigen. So entstanden sehr eigenständige Krippen mit spezifischen regionalen Eigenbreiten.

Andrea Kuhnert
Geschäftsführerin